Mit jedem Blatt ein gutes Resultat - Gossauer Wochenzeitung "A" 12. Oktober 2017

PERSÖNLICHKEIT Claudia Martin wohnt seit ihrer Kindheit in Gossau. Hier ist sie glücklich: Mit der Stadt verbindet sie Heimatgefühl und Familie. Im Beruf, der Politik und als Mutter jongliert sie mehrere Bälle gleichzeitig und ist dankbar für alle Herausforderungen, die das Leben mit sich bringt.

Vanessa Mengel

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Die weissen Wände der Wohnung strahlen hell. Die Wohnfläche ist weitläufig, alles ist gewissenhaft eingerichtet, das Konzept augenmerklich mit Bedacht gewählt. Dennoch hat die Wohnung auch eine persönliche Note: Bei genauerem Hinsehen entdeckt man hier und dort Spielsachen in einer Ecke, im Flur hängen mehrere Postkarten mit Zitaten. Darin geht es um Werte wie Toleranz oder auch Freundschaft. Bei aller Ordnung sieht man trotzdem: In der Wohnung von Claudia Martin, die aktuell für den freien Stadtratssitz in Gossau antretende SVP-Kandidatin, wird gelebt.

Tief in Gossau verwurzelt

Claudia Martin wohnt seit ihrem zweiten Lebensjahr in Gossau. Zusammen mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder zog sie 1980 von Rickenbach im Thurgau an die Bedastrasse. Martins Vater arbeitete damals als Leiter des Coop-Restaurants, ihre Mutter kümmerte sich zunächst um die Kinder und packte später auch wieder in der Gastronomie mit an. «Meine Eltern waren Zeit ihres Lebens in der Gastronomie tätig. Vor allem mein Vater kannte dadurch Gott und die Welt», sagt die 39-Jährige. Durch seinen Beruf arbeitete er auch am Wochenende. Als schlimm habe sie das aber nie empfunden. «Wenn er frei hatte, hat mein Vater viel mit uns unternommen.» Als gelernter Koch habe er auch zu Hause oft die Zubereitung der Mahlzeiten übernommen. Gemeinsame Essenszeiten, auch mit den Grosseltern, sind Claudia Martin in guter Erinnerung geblieben. «Essen hatte einen hohen Stellenwert bei uns.» An einen kulinarischen Moment mag sie sich noch ganz besonders erinnern. «Mein Vater hat mir als Primarschülerin gezeigt, wie man Mayonnaise macht. Ich sehe den Moment heute noch lebhaft vor mir.» Überhaupt sei sie in jungen Jahren ein «Papakind» gewesen. Als Kind habe sie ihm oft beim Kochen über die Schulter schauen dürfen. «Die Leidenschaft zum Kochen habe ich von ihm», sagt die Hobbyköchin. Als alleinerziehende Mutter kocht sie viel frisch und selbst. Auch Freunde lädt sie gerne zu sich nach Hause ein. «Kochen entspannt mich. Das ist kein Stress», erklärt sie. Heute lebt die gebürtige Thurgauerin mit ihrem zweieinhalbjährigen Sohn Nicolas nach wie vor gerne in Gossau. «Ich fühle mich mit der Stadt sehr verbunden», sagt sie. Martin schätzt die Landschaft und die gute Infrastruktur. «Von hier aus bin ich überall schnell.» Auch am Flughafen, denn Claudia Martin verreist gerne und so oft es geht. Die letzte Flugreise unternahm sie in den Süden, das erste Mal zusammen mit ihrem Sohn. Ein besonderer Moment für die Mutter. «Nicolas hat genauso viel Freude am Reisen wie ich», ist sich Martin sicher. «Er ist sehr neugierig und probiert gerne etwas aus.» Zusammen mit einem Kind erlebe man Ferien völlig neu und anders. «Und auf einmal baut man wieder Sandburgen am Strand», sagt Martin und lacht. Aus Gossau wegzuziehen sei also noch nie Thema gewesen. «Das ist meine Heimat. Hier ist meine Familie und mein Beruf, die Eckpfeiler meines Lebens.» Aber auch den Thurgau besucht sie noch häufiger. Ihre Grossmutter väterlicherseits lebt dort und sie ist gerne am Bodensee unterwegs. «Ich liebe das Wasser und Seen allgemein», sagt sie. Besondere Vorfreude spürt Martin auch auf die heute beginnende 75. Olma in St.Gallen. Denn der Thurgau ist dieses Jahr Gastkanton. «Das wird eine ganz besondere Olma für mich.»

Potenziale entfalten

Nach der Schule machte Martin eine Ausbildung zur Kauffrau in der Stadtverwaltung St.Gallen. Schnell jedoch merkte sie, dass sie keine Verwaltungsangestellte bleiben wollte. «Als ich klein war, wollte ich Kindergärtnerin werden», erklärt sie. Ihren ersten bezahlten Job hatte sie nämlich als Babysitterin im Quartier. «Ich habe Kinder schon immer gerne gehabt.» Der Wunsch, etwas Pädagogisches zu machen, sei nie abgeklungen. Also bildete sie sich noch während der Tätigkeit als Kauffrau in Pädagogik weiter. Martin begann noch zu Stadtverwaltungszeiten, an der kaufmännischen Berufsschule St.Gallen zu unterrichten. Dabei sei ihr stetig bewusster geworden, dass sie grosse Freude am Lehrerberuf habe. «Ich helfe jungen Menschen gerne, ihr komplettes Potenzial zu entfalten», sagt Martin. Eine verantwortungsvolle und erfüllende Aufgabe, wie sie findet. Sie ging also an die Fachhochschule, studierte in Luzern und St.Gallen und gab weiterhin Unterricht. Bis heute lehrt Martin am Kaufmännischen Berufs- und Weiterbildungszentrum St.Gallen die Fächer «Information, Kommunikation und Administration» und «Gesellschaft». Sie ist Lehrerin mit Leib und Seele und hat bisher Beruf, Politik und Privates immer gut unter einen Hut gebracht. «Ich könnte meine Lehrtätigkeit nie ganz aufgeben. Dazu mache ich es viel zu gerne.» Ihr Fachbereich sei extrem dynamisch und erfordere gerade im Zuge der Digitalisierung, dass sie sich immer weiterbilde. «Ich mag die Herausforderung und die fortschreitende Entwicklung.» Gerade erst kam sie von einer mehrtägigen Fortbildung zurück. «Ich will immer am Ball bleiben. Das ist mir sehr wichtig», sagt Martin. Aktuell arbeitet sie noch 50 Prozent. In der restlichen Zeit erfüllt sie ihr Amt als Kantonsrätin und kümmert sich um ihren Sohn. Die Geburt von Nicolas sei der schönste Lebensmoment für sie gewesen. «Das mag plakativ klingen, aber die Geburt deines Kindes berührt dich so sehr wie nichts vorher im Leben.» Und auf einmal habe man nicht mehr nur Verantwortung für sich, sondern vor allem für eine andere Person.

Das Leben hat einen Plan

Auch wenn Claudia Martin gerne strukturiert ist und Ziele in ihrem Leben hat, weiss sie, dass es oft anders kommen kann, als man es plant. Daher will sie flexibel und offen bleiben. «Wenn man jung ist, denkt man noch, man kann alles erreichen.» Aber dann zeige einem das Leben manchmal Grenzen auf. «Meine Oma hat immer gesagt, es ist noch kein Baum in den Himmel gewachsen», sagt Martin. Man könne also nicht immer alles erreichen, wovon man träume. Dennoch brauche man Ziele, um voranzukommen. Diese müssten aber bodenständig bleiben. Wichtig sei auch, nie aufzugeben. «Manchmal fällt man, aber dann muss man wieder aufstehen, es weiter versuchen oder neue Pläne machen.» Auch in ihrem Leben sei nicht alles nach Plan verlaufen. «Aber meine Erfahrungen gehören zu mir, machen mich zu dem, was ich bin.» Sie möchte keine davon missen. «Auch Niederlagen sind versteckte Erfolge, wenn wir daraus Erkenntnisse für unsere Zukunft ziehen.» Claudia Martin sieht das Leben als Lernprozess. Und in diesem sei es wichtig, auch mal abzuschalten und dem Alltag zu entfliehen. Das schaffe sie vor allem in der Natur bei Spaziergängen oder aber beim Jassen. «Meine Oma hat früher mit uns gejasst. Von ihr habe ich die Passion», erklärt Martin. Für eine Partie Partnerschieber sagt sie bis heute nicht nein. Ihr bestes Jasserlebnis hatte sie als Gast im Schweizer TV bei der «Samschtigsjass» mit Monika Fasnacht. Vom Jassen kann sie auch Parallelen zum Leben ziehen: «Ob im Spiel oder im Leben, versuche ich auch mit einem schlechteren Blatt ein gutes Resultat zu erzielen.» Ein weiteres ihrer Hobbies, ist das Sammeln von alten Ansichtskarten aus Gossau. Dazu besucht sie öfter Floh- und Antik-Märkte. «Ich besitze mehrere Karten, die über 100 Jahre alt sind.» Aber so richtig glücklich wird sie, wenn sie Zeit mit der Familie verbringen kann. «Mein liebster Tag ist Sonntag, denn da erleben wir die meiste Familienzeit und ich gönne mir eine Pause», sagt Martin.

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SVP besucht Wasserkraftwerk - Gossauer Zeitung "A" 28. Sept. 2017

SAUBERE ENERGIE Beim öffentlichen Jahresausflug besuchte die SVP Gossau-Arnegg das Wasserkraftwerk Niederglatt. Markus Baer, Leiter der Stadtwerke Gossau, Adrian Koch, Leiter Netze und Infrastruktur, und Tobias Suess, Bauingenieur und Experte für Kleinwasserkraftwerke, führten die 26 Gäste in Zweiergruppen durch das Kraftwerk und das umliegende Arreal. Das Kraftwerk ist seit 1893 in Betrieb und generiert heute 0,3 Prozent des Stromanteils von Gossau. «Sicherlich ist das nicht viel», betont Baer, dennoch sei es wichtig, das Kraftwerk allein wegen des historischen Wertes zu erhalten. «Wir haben dadurch auch eine Notversorgung im Ernstfall», betont Suess. Zudem seien der Weiher und die Zuläufe Heimat vieler Fischarten, was die hervorragende Qualität des Wassers beweise. In einem letzten Appell an die anwesenden Parlamentarier ermutigte Baer zur Erhaltung des Kraftwerks. 1,8 Millionen Franken stehen künftig im Parlament für entweder die Restauration oder den Abbau des Werkes zur Debatte. Wer das Werk besichtigen möchte, kann sich bei der Stadt melden. (vam)

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Den Dorfkern stärken - St. Galler Tagblatt 07. Sept. 2017

ARNEGG ⋅ Stadtparlamentarier Remo Schelb steht der Zentrumsüberbauung teilweise kritisch gegenüber. Der Stadtrat betont, dass das Dorf durch das Projekt attraktiver wird.
 
Perrine Woodtli

Die geplante Zentrumsüberbauung in Arnegg gibt zu reden. Der Dorfkern soll umgezont und umgestaltet werden. Das Projekt Arn­egg Dorfkern West sieht anstelle der gewerblich-industriellen Nutzung den Bau von rund 70 Wohnungen vor. Betroffen von der Umstrukturierung sind auch jene beiden Grundstücke, auf denen 2009 der Dorfplatz errichtet wurde.

Um diesen Dorfplatz und das Dorfleben generell sorgt sich Remo Schelb. Der SVP-Stadtparlamentarier reichte im Frühsommer die Einfache Anfrage «Umzonung Dorfkern Arnegg» ein («Tagblatt» vom 22. Juni). Schelb befürchtet, dass hinter dem Projekt eher private Interessen und Gewinnmaximierung stehen als das Interesse, ein schönes Dorfzentrum entwickeln zu wollen. Der jetzige Dorfplatz werde zu einem «kleinen Quartierspielplatz geschrumpft», schrieb Schelb. Weiter befürchtet er, dass die Stadt nach der Umzonung einen Grossverteiler nach Arnegg holen will. Dieser dürfte Mehrverkehr verursachen. Zudem seien in Arnegg bereits genügend Läden vorhanden.

Zentraler Detailhandel belebt Dorfzentrum

Schelb wollte unter anderem vom Gossauer Stadtrat wissen, weshalb man heute noch Grossverteiler im Zentrum plane. Der Stadtrat antwortet, dass die Zentrumsüberbauung und das Ausscheiden einer Teilfläche für den Detailhandel im Einklang stehe mit der Absicht, den Dorfkern zu stärken. «Die Erfahrung zeigt, dass mittlere Formate von Detailhandelsflächen den bereits ansässigen Detailhandel stützen», schreibt der Stadtrat.

Auf die Frage, welche Absichten der Stadtrat mit der Umzonung beziehungsweise einem Grossverteiler verfolge, antwortet dieser, dass man den Dorfkern von Arnegg attraktiver machen wolle. Dazu würden auch Dienstleistungs- und Gewerbeflächen gehören.

Der Dorfplatz samt Spielplatz und Parkplatz ist laut Stadtrat nicht von der Umzonung betroffen. «Der Dorfplatz bleibt als attraktiver Begegnungsort erhalten.» Die oberirdischen Parkplätze würden in die öffentliche Tiefgarage verlegt. Dadurch werde Raum gewonnen für einen neu anzulegenden Spielplatz. Ergänzt werden soll dieses Angebot mit einem zweiten Spielplatz in der Zentrumsüberbauung. Auch der Dorfbrunnen werde weiterhin zur Geltung kommen.

Verhandlungen zwischen Investoren und Stadt

Schelb, der selbst im Dorfzentrum wohnt, wollte zudem wissen, ob der Dorfplatz, dessen Besitzerin die Stadt ist, vom Verwaltungsvermögen ins Finanzvermögen zurücküberführt werden müsse, damit dieser teilweise oder ganz verkauft werden kann. Die beiden bereits erwähnten Grundstücke bilden einen Teil des Verwaltungsvermögens der Stadt Gossau, schreibt der Stadtrat. «Die Realisierung der Überbauung setzt voraus, dass sich die Investoren mit dem Stadtrat über die Veräusserung von Teilflächen der beiden Grundstücken einigen», heisst es. Die Verhandlungen seien erst noch zu führen. Es sei zu erwarten, dass mit der Veräusserung von Teilflächen Buchgewinne realisiert werden. «Deren Höhe steht erst fest, wenn die entsprechenden Verhandlungen abgeschlossen sind.»

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Mehr Stadträte, weniger Belastung - St. Galler Tagblatt 05. Sept. 2017

GOSSAU ⋅ Zwei Stadtparlamentarier wollen den Stadtrat um zwei Mitglieder aufstocken. Die Stadträte sollen so bei langfristigen Ausfällen vor einer Mehrbelastung geschützt werden.
 
Perrine Woodtli

Die Gossauer Stadtregierung wird heute von zwei vollamtlichen und drei nebenamtlichen Stadträten besetzt. Ginge es nach einer Motion von Remo Schelb (SVP) und Reto Mock (CVP) soll sich das ändern. Vergangene Woche haben die Stadtparlamentarier die Motion «Rückkehr zu einem bewährten Regierungssystem» eingereicht. Mit der Motion wollen Schelb und Mock mit zwölf Mitunterzeichnern aus SVP, CVP und SP den Stadtrat beauftragen, eine Revision der Gemeindeordnung vorzulegen. Ziel ist es, die Sitzzahl im Stadtrat von fünf auf sieben zu erhöhen. Dies, weil sich gezeigt habe, dass die Arbeit für die Regierung zugenommen hat.

Neu ist dieses Anliegen nicht. Bereits 2011 wollte die SVP Goss­au-Arnegg, dass der Stadtrat um zwei Mitglieder vergrössert wird. Dies, nachdem die Exekutive zwei Jahre zuvor verkleinert worden war. Die SVP lancierte die Volksinitiative «7 statt 5». Der Vorschlag, den Stadtrat aufzustocken, stiess jedoch beim Stadtrat sowie bei CVP, FDP, Flig und SP auf taube Ohren. Im November 2011 sagten dann auch die Bürger Nein und die «7 statt 5»-Initia­tive scheiterte an der Urne.

Wieder mehr Gewerbler und Vertreter aus Wirtschaft

Nun nehmen die beiden Gewerbevertreter aus SVP und CVP einen neuen Anlauf. «Es ist offensichtlich, dass unser aktuelles System nicht mehr funktioniert», sagt Schelb. Nebst der Tatsache, dass die Arbeit der Stadträte zunimmt, habe sich auch gezeigt, dass bei kurzfristigen Vakanzen wie bei einer Krankheit oder einem Rücktritt auf die verbleibenden Stadträte eine Mehrbelastung zukomme. «Wir konnten schon mehrmals beobachten – kürzlich wieder beim Rücktritt von Stefan Lenherr – dass in so einer Situation bei den anderen Stadträten schlicht zu viel liegen bleibt», sagt Schelb.

Jene, die in der Privatwirtschaft tätig sind, stelle die Mehrbelastung zudem vor eine weitere Problematik. «Dem Arbeitgeber zu erklären, dass man in sein politisches Amt nun mehr Arbeit investieren muss, dürfte schwierig sein.» Dies sei ein Grund, warum immer weniger bis gar keine selbstständigen Gewerbler oder Vertreter aus der Wirtschaft für ein politisches Amt kandidierten. Schelb: «Das ist ein grosser Verlust, da diese Berufsgruppe somit nicht vertreten ist.»

Und auch die vollamtlichen Mitglieder übernehmen einen Teil der zurückgebliebenen Stellenprozente. «Der Stadt- und Schulpräsident arbeiten bereits 100 Prozent. Für eine kurze Zeit geht diese Mehrbelastung vielleicht auf», sagt Schelb. «Bis zum Amtsantritt eines Nachfolgers dauert es aber oft fast ein Jahr.»

Nebst der Aufstockung müsse man auch die Höhen der Pensen anschauen. «Es muss geprüft werden, ob das System mit den aktuellen Pensen noch zeitgemäss ist», sagt Schelb. «Handelt es sich bei dem Stadtratsmandat um ein kleines Pensum, ist das Amt für viele Leute attraktiver, da es mit dem Beruf vereinbar ist.»

Das Ziel der Motion sei klar: «Wir wollen unser Milizsystem und somit auch die Nähe zum Bürger stärken. Wir wollen keine Vollblutpolitiker, die alle vollamtlich im Stadtrat tätig sind», sagt Schelb. Er glaubt, dass das Anliegen dieses Mal auf mehr Gehör stosse als vor sechs Jahren. «Ob wir aber mehr Chancen haben, wird sich erst zeigen.»

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Alle für Claudia Martin - St. Galler Tagblatt 26.08.2017

Alle für Claudia Martin

GOSSAU ⋅ Die SVP schickt Claudia Martin definitiv ins Rennen um den Stadtratsitz. Der Vorstand erläuterte auch das weitere Vorgehen.

Stadtratskandidatin Claudia Martin wurde am Donnerstag an der Nominationsversammlung der SVP Gossau-Arnegg einstimmig gewählt. «Claudia Martin war unsere Wunschkandidatin», sagt Pascal Fürer, Präsident der SVP Gossau-Arnegg. Schon mehrfach habe man in der Vergangenheit versucht, die Kantonsrätin in die Gossauer Exekutive zu bringen. «Wir freuen uns, dass wir sie nun offiziell ins Rennen schicken dürfen.» Auch Martin ist erleichtert und dankbar für die Unterstützung aus den eigenen Reihen. «Eine Wahl kann nur mit einer breiten Basis und Vertrauen aus der eigenen Partei gewonnen werden. Der Rückhalt macht mich stärker», sagt sie. Und diese Stärke braucht sie für den bevorstehenden Wahlkampf auch. Mit bis dato zwei weiteren Gegnern aus Flig (Stefan Harder) und SP (Monika Gähwiler-Brändle) wird es sicher ein spannender Kampf. Markus Rosenberger, Vizepräsident und Wahlkampfleiter von Martin, ist zuversichtlich. «Wir haben sicher starke Gegenkandidaten, sind mit Claudia Martin aber bestens aufgestellt.» Strategisch wolle man auf die richtige Positionierung an Veranstaltungen setzen. «Wir brauchen keine unzähligen Plakate und Banner. Wir gehen direkt zu den Leuten.»

Auch zur Wahl des Stadtpräsidenten nahm der SVP-Vorstand an der Versammlung Stellung. Mit der Aufstellung von Daniel Lehmann als CVP-Kandidat für das Stadtpräsidium sei das Bedürfnis in der Bevölkerung laut geworden, eine Auswahl zu haben. Seit zwei Wochen suchen nun SP, SVP, FDP und Flig gemeinsam nach weiteren Kandidaten. «Wir haben bereits einige interessante Dossiers erhalten, haben aber nun die Einsendefrist bis 3. September verlängert», sagt Pascal Fürer. (VaM)

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